February 13, 2026

Natural and safe contraception: New research consortium aims to enable more reliable home testing

Natural and safe contraception: New research consortium aims to enable more reliable home testing

The German Federal Ministry of Research, Technology, and Space is providing €2.8 million in funding for an interdisciplinary scientific consortium with the aim of making cycle apps for determining a woman’s fertile and infertile days significantly more reliable by taking biological markers into account. Researchers from the universities and university hospitals of Düsseldorf, Hamburg, and Jena are participating in the three-year joint project, which is being led by the Medical Faculty of Heidelberg University.

Full text in German below.


Natürlich und sicher verhüten: Neuer Forschungsverbund will zuverlässigere Tests für zu Hause ermöglichen

Mit 2,8 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt einen interdisziplinären wissenschaftlichen Verbund mit dem Ziel, Zyklus-Apps zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage einer Frau durch die Berücksichtigung biologischer Marker deutlich zuverlässiger zu machen. An dem auf drei Jahre ausgelegten Verbundprojekt unter Federführung der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg beteiligen sich Forschende sowohl der Universitäten als auch der Universitätsklinika Düsseldorf, Hamburg und Jena.

Immer mehr Frauen verzichten bei der Empfängnisverhütung auf „die Pille“: Der Einsatz des hormonellen Verhütungsmittels ist über die letzten zwei Jahrzehnte stetig zurückgegangen. Beliebt sind hingegen Zyklus-Apps, die eine natürliche Familienplanung oder Verhütung unterstützen sollen – ohne Hormone und Nebenwirkungen. Doch viele der Apps auf dem Markt sind nicht präzise genug, um zuverlässig vor ungewollter Schwangerschaft zu schützen. Der Forschungsverbund CONtraCEPT will hier zukünftig mehr Sicherheit schaffen. Dazu sollen zusätzliche Biomarker identifiziert werden, um Zyklus-Apps zuverlässiger zu machen.

Die klinischen Studien leiten die Forscherinnen Dr. Nefeli Malliou-Becher der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Dr. Tanja Freundl-Schütt am Universitätsklinikum und der Universität Düsseldorf. Die präklinischen Studien verantworten Prof. Petra Arck vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und Prof. Udo Markert am Universitätsklinikum Jena. Die Koordination des Gesamtprojektes liegt bei Dr. Petra Frank-Herrmann, Wissenschaftlerin der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Oberärztin an der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen (Direktor Prof. Dr. Thomas Strowitzki) des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD).

Warum die meisten Zyklus-Apps nicht sicher genug sind

Eine Zyklus-App verarbeitet Angaben und Messungen der Nutzerin zu körperlichen Vorgängen, sogenannte Biomarker, und schließt daraus auf Zyklusphasen und Eisprung. Bekannte Biomarker sind etwa die Körperkerntemperatur direkt nach dem Aufwachen am Morgen, die nach einem Eisprung leicht ansteigt, sowie der Zervixschleim, ein Sekret aus dem Gebärmutterhals, der sich an den fruchtbaren Tagen verändert. Neuere Biomarker, die in Apps eingegeben werden, sind zum Beispiel Hormonmessungen im Urin oder die nächtliche Veränderung der Herzfrequenz. Aus solchen Daten ermitteln die Apps die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus. „Da die Auswertung auf sehr vereinfachten Rechenmodellen beruht, sind die Ergebnisse nicht ausreichend aussagekräftig“, beanstandet Frau Dr. Frank-Herrmann. Beispielsweise gingen viele Apps davon aus, dass der Zyklus 28 Tage dauere und der Eisprung am 14. Zyklustag erfolge, oder sie beruhten auf Durchschnittswerten aus mehreren Zyklen. „Bei mehr als 60 Prozent aller Frauen schwankt die Zyklusdauer jedoch um sieben Tage oder mehr, und damit auch der Zeitpunkt der fruchtbaren Tage,“ so Frank-Herrmann.

Der Weg zu zuverlässigeren Zyklus-Apps

Die an CONtraCEPT beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen die Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit von Zyklus-Apps verbessern. Dazu werden sie ausgewählte, bereits auf dem Markt befindliche Zyklus-Apps und ihre Messsysteme untersuchen sowie neue Biomarker identifizieren, um die fruchtbaren Tage präziser und einfach zu bestimmen. Wie zuverlässig die zur Untersuchung ausgewählten Apps sind, sollen vergleichende Studien zeigen: Ihre Ergebnisse werden mit dem mittels Ultraschall ermittelten Zeitpunkt des Eisprungs bei den Studienteilnehmerinnen verglichen. Die Untersuchungen werden in Heidelberg stattfinden.

Die Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen am UKHD, wo das Projektmanagement und Qualitätssicherung von CONtraCEPT angesiedelt sind, verfügt über umfassende Expertise im Bereich der Empfängnisverhütung. Projektleiterin Dr. Petra Frank-Herrmann gilt als Expertin für Natürliche Familienplanung (NFP). Sie kann auf die weltweit größte NFP-Datenbank zurückgreifen mit über 44.000 Zyklusaufzeichnungen.


Weitere Informationen im Internet

Ausschreibung des BMFTR

Meldung des BMFTR inkl. Video der Projektleiterin Dr. Petra Frank-Herrmann

Kontakt

Dr. med. Petra Frank-Herrmann
Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, 
Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen
Ärztl. Direktor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Strowitzki
Universitätsklinikum Heidelberg
E-Mail: petra.frank-herrmann@med.uni-heidelberg.de

Dr. med. Nefeli Malliou-Becher
Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg,
Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen 
Ärztl. Direktor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Strowitzki
Universitätsklinikum Heidelberg
E-Mail: nefeli.malliou-becher@med.uni-heidelberg.de


Our latest News

discover more
Tailor-Made Fertilization

Tailor-Made Fertilization

Excessive fertilization in agriculture weakens crops, threatens drinking water quality, and harms the soil. Researchers at the Fraunhofer Institute for Interfacial Engineering and Biotechnology IGB are now developing an alternative fertilizer that is fully biodegradable, supplies plants exclusively with the nutrients they need, and prevents over-fertilization. More information in German below: Jahr für Jahr werden […]

Two German Cancer Awards for Researchers at Heidelberg University’s Faculty of Medicine

Two German Cancer Awards for Researchers at Heidelberg University’s Faculty of Medicine

Professor Dr. Jessica Hassel, Faculty of Medicine Heidelberg at Heidelberg University and Head of the Skin Cancer Center at Heidelberg University Hospital and the National Center for Tumor Diseases (NCT) Heidelberg, has been awarded in the category “Clinical Research.” Professor Dr. Dr. Felix Sahm, also from the Faculty of Medicine Heidelberg, Department of Neuropathology at […]

Sanofi’s Rezurock approved in the EU to treat chronic graft-vs-host disease

Sanofi’s Rezurock approved in the EU to treat chronic graft-vs-host disease

Sanofi’s Rezurock approved in the EU to treat chronic graft-vs-host disease Paris, March 31, 2026. The European Commission has granted a conditional marketing authorisation for Rezurock (belumosudil) for the treatment of chronic graft-versus-host disease (GVHD) in adults and in children aged 12 years and older with a body weight of at least 40 kg. The medicine is to […]

GET IN TOUCH

Stay Updated with bioRN’s Newsletter

Sign up for our newsletter to discover more!
* required

BioRN (BioRN Network e.V. and BioRN Cluster Management GmbH) will use the information you provide on this form to be in touch with you and to provide updates and marketing. Please let us know all the ways you would like to hear from us:

You can update your subscription preferences or unsubscribe at any time. Just follow the unsubscribe or update link in the footer of automated emails you receive from us, or by contacting us at info@biorn.org. We will treat your information with respect. For more information about our privacy practices please visit our website: www.biorn.org. By clicking below, you agree that we may process your information in accordance with these terms.

We use Mailchimp as our marketing platform. By clicking below to subscribe, you acknowledge that your information will be transferred to Mailchimp for processing. Learn more about Mailchimp's privacy practices.

Intuit Mailchimp