April 03, 2025

Robot navigates precisely to changes in the lungs

Robot navigates precisely to changes in the lungs

One of the most modern methods for diagnosing lung cancer is now available in the Thorax Clinic at Heidelberg University Hospital – robot-assisted bronchoscopy. With the steerable robotic catheter, small and unfavorably located abnormalities in the lung tissue can be reached more easily than before. The clinic is therefore ideally equipped for the start of lung cancer screening that is planned for the coming years.

More Information in German below.


Roboter navigiert zielsicher zu Veränderungen in der Lunge

In der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg steht ab sofort eine der modernsten Methoden zur Diagnose von Lungenkrebs zur Verfügung – die Roboter-assistierte Bronchoskopie. Mit dem steuerbaren robotischen Katheter können kleine und ungünstig gelegene Auffälligkeiten im Lungengewebe besser erreicht werden als bisher. Die Klinik ist damit bestens für den Start des für die nächsten Jahre geplanten Lungenkrebsscreenings gerüstet.

Dr. Judith Brock steuert mittels Controller den Katheter, robotisch unterstützt, zu einer Auffälligkeit in der Lunge. Die robotisch-assistierte Bronchoskopie wird an der Thoraxklinik Heidelberg seit März 2025 angeboten.

Werden bei Röntgenuntersuchungen der Lunge Veränderungen entdeckt, ist eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung nötig. Mit bisherigen Methoden der Lungenspiegelung, der sogenannten Bronchoskopie, sind sehr kleine und weit außen gelegene Herde aber häufig nicht zu erreichen. In der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) schafft ab sofort die präzise Navigationshilfe künstlicher Intelligenz in Kombination mit einem sehr dünnen, robotisch-assistiert gesteuertem Katheter Abhilfe: Bei der robotisch-assistierten Bronchoskopie erstellt das System (ION® Endoluminal System) anhand von Computertomographie (CT)-Aufnahmen der Lunge eine exakte Wegbeschreibung durch die fein verästelten Atemwege. Auf dieser individuell berechneten Route steuert die Ärztin oder der Arzt den Katheter, unterstützt durch ein robotisches System, zum Ziel. Die korrekte Position wird mittels CT-Bildgebung bestätigt und die Gewebeprobe entnommen. Die neue Methode ermöglicht die bronchoskopische Abklärung kleiner Rundherde und erspart den Patientinnen und Patienten die komplikationsreichere Methode der Lungenpunktion von außen.

Die ersten Patientinnen und Patienten wurden in der Thoraxklinik bereits erfolgreich mit dem neuen System untersucht. Das Team um Professor Dr. Felix Herth, Ärztlicher Direktor der Abteilung Pneumologie und Beatmungsmedizin der Thoraxklinik, unter der Leitung von Oberärztin Dr. Judith Brock bietet die robotisch-assistierte Bronchoskopie seit März 2025 geeigneten Patientinnen und Patienten, die zur Abklärung eines Rundherdes in der Lunge an die Thoraxklinik überwiesen werden, in einer Studie an.

Bislang verfügen nur wenige Zentren in Europa über das robotisch-assistierte Bronchoskopie-System. Aus den USA gibt es allerdings umfangreiche Studiendaten, weil solche Systeme dort bereits einige Jahre in der klinischen Routine zum Einsatz kommen: „Mit dem robotisch-assistierten System kommt es etwas seltener zu Komplikationen als bei konventionellen Lungenspiegelungen und man trifft kleine Rundherde mit deutlich größerer Sicherheit“, sagt Dr. Brock. „Mit der Neuanschaffung können wir daher ab sofort mit geringem Risiko auch die sehr kleinen Herde sicher ansteuern, Proben entnehmen und frühzeitig eine Diagnose stellen.“ Bei Lungenkrebs ist eine frühe Diagnose wichtig, um mit der Therapie beginnen zu können, bevor der aggressive Krebs sich weiter ausbreitet.

Erfahrung mit dem System sammelten Prof. Herth, Dr. Brock und das Bronchoskopie-Team der Thoraxklinik bereits in den Jahren 2022 bis 2023. In dieser Zeit führten sie zwei Studien zur Diagnose und Therapie des Lungenkarzinoms mit der robotisch-assistierten Bronchoskopie bei 48 Patientinnen und Patienten durch und brachten das Verfahren damit erstmals in Deutschland zur Anwendung. Beide Studien sollen in Kürze publiziert werden und bestätigen im Wesentlichen die guten Ergebnisse aus den USA. Das Gerät für die Studien war von der Herstellerfirma zur Verfügung gestellt worden, nun wurde ein eigenes angeschafft.

Damit ist die Klinik bestens für den Start des Lungenkrebsscreenings für Risikogruppen gerüstet, das 2024 in Deutschland beschlossen und in den kommenden Jahren strukturiert aufgebaut werden soll. Das Screening ist ein Angebot insbesondere für langjährige Raucherinnen und Raucher, die ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs haben. Ab einem bestimmten Alter können sie eine CT-Untersuchung in Anspruch nehmen, damit Veränderungen des Lungengewebes möglichst früh erkannt werden. „Voraussichtlich werden sich dann deutlich mehr Betroffene als bisher mit kleinen und schwer zugänglichen Rundherden – potentiell frühen Tumorstadien – bei uns vorstellen“, so Dr. Brock. „Mit dem neuen System sind wir gut vorbereitet und können den Betroffenen eine schonende Biopsie auf dem neusten Stand der Technik anbieten.“

Weitere Informationen im Internet

Abteilung für Pneumologie und Beatmungsmedizin der Thoraxklinik Heidelberg, Universitätsklinikum Heidelberg

Kontakt

Dr. Judith Brock
Abteilung für Pneumologie und Beatmungsmedizin
Thoraxklinik Heidelberg 
Universitätsklinikum Heidelberg
E-Mail: V-THOR.Pneumologie@med.uni-heidelberg.de

Our latest News

discover more
Overlooked Molecules in Metabolism

Overlooked Molecules in Metabolism

KIT researchers offer a new perspective on N-acetylated amino acids as potential buffers in cellular energy and metabolic balance When muscles work intensively or brown adipose tissue produces heat in response to cold, metabolism shifts into high gear. Under these conditions, levels of so-called N-acetylated amino acids increase. These are chemically modified amino acids to […]

A local barrier against respiratory viruses

A local barrier against respiratory viruses

Fraunhofer IGB News Brief / August 18, 2026 How can a respiratory virus be stopped before it spreads throughout the body? In the MucoShield project, Prime Vector Technologies, the NMI Tübingen, and Fraunhofer IGB are developing an intranasal vaccine candidate against human metapneumovirus (HMPV), which causes hundreds of thousands of cases of severe respiratory disease […]

Universität Heidelberg Achieves Top Placements in Shanghai Ranking

Universität Heidelberg Achieves Top Placements in Shanghai Ranking

Ruperto Carola in 59th place worldwide – among the “Top 3” in Germany Heidelberg University has achieved top placements in the 2026 Academic Ranking of World Universities. As in the previous year, it is one of the “Top 3” universities in Germany. In the global comparison, Ruperto Carola is in 59th position in this so-called […]

GET IN TOUCH

Stay Updated with bioRN’s Newsletter

Sign up for our newsletter to discover more!
* required

BioRN (BioRN Network e.V. and BioRN Cluster Management GmbH) will use the information you provide on this form to be in touch with you and to provide updates and marketing. Please let us know all the ways you would like to hear from us:

You can update your subscription preferences or unsubscribe at any time. Just follow the unsubscribe or update link in the footer of automated emails you receive from us, or by contacting us at info@biorn.org. We will treat your information with respect. For more information about our privacy practices please visit our website: www.biorn.org. By clicking below, you agree that we may process your information in accordance with these terms.

We use Mailchimp as our marketing platform. By clicking below to subscribe, you acknowledge that your information will be transferred to Mailchimp for processing. Learn more about Mailchimp's privacy practices.

Intuit Mailchimp